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Eine neuartige Bewegungstäuschung - Duncker Illusion und "motion capture" im Widerstreit 


Filmmaterial zum gleichnamigen Artikel von Max R. Dürsteler in der Zeitschrift Ophta 2005/3, 19-26

Die Filme basieren auf Fischaugenkameraaufnahmen aus den Treibhäusern des Botanischen Gartens der Universität Zürich. Das Fliegermodell stammt aus dem DirectX 9.0 Software Development Kit der Firma Microsoft. Die Filme liegen im MPEG1-Format in VHS (Auflösung 352x288 Pixels) und im MPEG2-Format in DVD-Qualität (Auflösung 720x576 Pixels) vor. Mit etwas Geduld können die Filme von hier heruntergeladen werden: mit rechter Maustaste auf Link klicken, auf Popup-Menu "Ziel speichern unter.." auswählen. Die Filme im VHS-Format sind mit dem Quicktime Media Player von Apple Computer kompatibel. Zum Abspielen der Filme in DVD-Qualität benötigt man einen Software-DVD-Player mit dem MPEG2-Video-Codec.

 

rollSVCD.mpg
rollSVCD.mpg (VHS-Qualität)

roll.mpg (DVD-Qualität)
airplaneyawSVCD.mpg
airplaneyawSVCD.mpg

airplaneyaw.mpg
rolloutrollsinSVCD.mpg
rolloutrollsinSVCD.mpg

rolloutrollsin.mpg

 

Vgl. Abb. 3: Dieser Film zeigt eine gleichförmige Drehbewegung um die Sehachse des Beobachters. Wird der Computerbildschirm bei Abspielen dieses Film im Vollbildmodus  hin und her gedreht, scheint sich die Drehgeschwindigkeit je nach Drehrichtung zu verlangsamen. Diese Bewegungstäuschung tritt nur auf, wenn der Film den Bildschirm (fast)vollständig füllt.

Vgl. Abb. 6: Klassische Duncker Illusion: Die Hintergrundbewegung induziert eine Scheinbewegung des (stationären) Fliegers im Vordergrund.

Diese und die nachfolgenden Illusionen funktionieren auch im Fenstermodus.

Vgl. Abb. 4a-4c: Unsere modifizierte Duncker Illusion: Obwohl sich das kreisförmige innere Bild ("Infeld") in Realität mit konstanter Geschwindigkeit im Uhrzeigersinn nach rechts dreht, scheint sich seine Drehgeschwindigkeit in Abhängigkeit von der Bewegungsrichtung der äusseren Szene ("Umfeld") zu verlangsamen. Das Umfeld dreht sich sinusoidal um die Sehachse des Beobachters hin und her.

 

rollairplanerollsinSVCD.mpg
rollairplanerollsinSVCD.mpg

rollairplanerollsin.mpg
RollRDSinRollSVCD.mpg
RollRDSinRollSVCD.mpg

RollRDSinRoll.mpg
rollsinoutrollSVCD.mpg
rollsinoutrollSVCD.mpg

rollsinoutroll.mpg

Bei diesem Beispiel, wo Umfeld (Treibhaus mit Pflanzen) und Infeld (Flieger) ineinander übergehen, ist der Eindruck der periodischen Bewegungsverlangsamungen besonders stark. In Wirklichkeit dreht sich der Flieger mit konstanter Drehgewindigkeit im Uhrzeigersinn nach rechts, das Umfeld sinusoidal hin und her.

Das Phänomen der von Hintergrundbewegungen induzierten Bewegungsverlangsamungen ist weitgehend unabhängig von der Art der verwendeten Bildmuster und lässt sich auch bei Zufallspunktemustern beobachten. Bei ähnlicher Geschwindigkeiten von Im- und Umfeld geht das Imfeld im Umfeld auf, bei zunehmenden Geschwindigkeitsunterschieden quillt das Imfeld aus dem Umfeld heraus.

 

Vgl. Abb. 5: Dieser Film zeigt, dass das Imfeld die Bewegungswahrnehmung des Umfeldes nicht beineinträchtigt:  wird das Imfeld sinusoidal hin- und herbewegt, kann es die Wahrnehumg der Umfelddrehgeschwindigkeit (eine konstante Drehung im Uhrzeigersinn nach rechts) nicht beeinflussen.

Siehe neuere experimentelle Resultate in: Neurosc. Poster 390.18, 2005


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